Greenkeepers Corner
Das Greenkeeper-Team
Golfplatzpflege mit Herzblut und mit Hilfe modernster Maschinen und einem professionellen Team wird der Platz stetig verbessert und sein Pflegezustand auf einem konstant hohen Niveau gehalten. Andreas Bauer, Fachagrarwirt für Golfplatzpflege und Headgreenkeeper sorgt mit seinem Team, dass der Platz jeden Tag aufs Neue den höchsten Anforderungen genügt. Herr Bauer ist Inhaber einer Firma für Golfplatzpflege, Garten- und Landschaftsbau und damit ein Spezialist für die Pflege unserer Anlage.
Golfplatz-Kosten
Rund 55 ha Land, Club- und Sanitärhaus, Übungsanlagen, Parkplätze, Clubmanagement, viele Rasenmäher und weitere Geräte für den täglichen Einsatz. Dazu ca. 12 Beschäftigte in den Bereichen Clubmanagement, Buchhaltung und Greenkeeping. Die dafür nötigen Ausgaben von über 800.000 Euro jährlich finanzieren wir zu rund 80% aus Mitgliederbeiträgen. Der Rest der Einnahmen stammt aus Greenfee, Ballautomat und Spenden. Bitte unterstützen Sie unseren Verein bei der Erhaltung und stetigen Verbesserung unserer schönen Golfanlage.
Infos zur Platzpflege
Warum müssen die Grüns eigentlich aerifiziert werden?
Täglich werden die Grüns mit den Mähern und Maschinen befahren, die Golfer drehen ihre Runden und die Bälle schlagen auf den Grüns ein. Der gesamte Boden wird durch diese Belastungen verdichtet. Dadurch werden die Hohlräume - die sogenannten Bodenporen - kleiner oder verschwinden ganz.
Die Wurzeln brauchen für ihre Arbeit aber frischen Sauerstoff und verbrauchte Luft muss aus dem Boden entweichen können, wenn die Wurzeln überleben sollen.
Wenn der Boden-, Wasser- und Lufthaushalt unterhalb der Rasenfläche gestört ist, geht die Wurzellänge und -masse zurück. Damit es nicht so weit kommt, muss der Boden belüftet werden (Fachsprache: Aerifizieren).
Erfahrungsgemäß wird diese Prozedur, bei der reichlich Quarzsand über in den Boden gestanzte Löcher auf den Grüns eingebracht wird, zweimal pro Jahr notwendig.
Ähnlich wie bei den Pitchmarken auf den Grüns kann und sollte man auch Divots anderer Spieler wieder einsetzen. Das zählt zur Aufgabe eines verantwortungsvollen Golfers.
1. Die sogenannte rasierte Grasnarbe: Hier wurde nur die Oberfläche des Fairwaygrases abgeschält. Eine Aktion ist nicht notwendig, da das Gras innerhalb kurzer Zeit nachwächst.
2. Das sogenannte Schnitzel: Hier wurde ein Rasenstück mit Wurzeln herausgeschlagen. In unseren Breitengraden wird das Rasenstück sauber und richtig herum wieder eingelegt und festgetreten.
Bitte nehmen Sie sich zukünftig die Zeit, um offene Wunden auf dem Grün und auf den Spielbahnen sofort zu reparieren.
Die Dollarflecken-Krankheit wird von dem pilzlichen Erreger Sclerotinia homoeocarpa verursacht und bleicht die Blätter der Gräser aus, befällt jedoch nicht die Wurzeln.
Merkmale: Je nach Schnitthöhe bilden sich unterschiedlich große, strohige Flecken. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Tau kann morgens ein feines, weißes Luftmyzel sichtbar werden.
Befallsfördernde Kriterien: Hohe Temperaturen am Tag mit kühlen, taunassen Nächten.
Zur Bekämpfung regnen wir den Tau in den Morgenstunden ab und bringen eine zusätzliche Düngung aus.
Um liegende Gräser zu schneiden und die Bildung von Filzauflagen zu verhindern, wird beim Vertikutieren das organische Material mit rotierenden Messern vertikal durchschnitten und anschließend entfernt.
Da das Wachstum der Gräser in den Monaten April bis Juli am stärksten ausgeprägt ist, ist in dieser Zeit ein häufigeres Vertikutieren empfehlenswert.
Durch eine solche Maßnahme wird der Rasen gekräftigt und im wahrsten Sinne des Wortes auch entlüftet.
Pitchmarken sind Verletzungen auf dem sensibelsten und aufwändigsten Element eines Golfplatzes: dem Grün. Nicht ausgebesserte Einschlaglöcher fördern Gräserkrankheiten und verschlechtern die Puttoberfläche.
Die richtige Handhabung einer Pitchgabel ist einfach: Die Wundränder werden mehrfach seitlich angedrückt und anschließend mit der Puttersohle geebnet. Keinesfalls wird eine Hebelbewegung ausgeführt, um die Delle nach oben zu drücken.
Nach Untersuchungen regeneriert sich ein korrekt repariertes Einschlagloch binnen 24 Stunden nahezu spurenlos. Ohne Ausbesserung dauert dies mehrere Wochen.